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Veröffentlicht Januar 2019

Besser Kennenlernen als Motto des Neujahresempfang 2019

Am Sonntagvormittag, 6.1.2019, luden wir ab 10.30 Uhr zum traditionellen Neujahresempfang des TFV 2019 ein. Viele Mitglieder des TFV und Ehrengäste aus der Politik waren unserer Einladung gefolgt und stießen mit einem Glas Sekt auf das Jahr 2019, den TFV und das Theater Hagen an. Die Stimmung war erwartungsvoll und offen ob der neuen Entwicklungen im Theater Hagen unter der Leitung von Francis Hüsers. Der Wunsch, sich besser kennenzulernen, stand im Vordergrund und er sollte nicht enttäuscht werden.

Heiko Schäfers, Percusionist des Philharmonscihen Orchesters Hagen, eröffneten schwungvoll den Empfang mit afrikanischen Klängen nach Matthias Schmidt, Gunaja auf seinem Marimbaphon. Er zeigte uns eindrucksvoll, wie es möglich ist mit zwei Händen vier Schlegel und damit vierstimmig zu spielen.

In ihren Ansprachen begrüßten uns zunächst Peter Born, Francis Hüsers und Sven Söhnchen.

Sie waren voll des Lobes ob der gelungenen Premieren bisher, die sowohl zum Publikumserfolg führten als auch durch ihre Inszenierung die Diskussion über Oper und ihre heutige Bedeutung anregten. Gerade in einer Zeit, in der rechte Populisten wieder schleichend Einzug halten in die Meinungsäußerung der Gesellschaft, erfüllt das Theater einen wichtigen Auftrag, uns davor zu warnen und uns Mut zu machen, aufzustehen gegen diese rechten Gedanken, die in unserer toleranten, bunten Gesellschaft keinen Platz haben sollen und dürfen. Dies war das besondere Anliegen von Herrn Söhnchen, der uns aufforderte, dagegen, wo es auch immer Not tut, aufzustehen und ein klares Nein zu formulieren gegen rechtspopulistische Gedankenäußerungen.

Herr Hüsers verwies mit Stolz darauf, dass das Theater Hagen unter seiner Leitung begeisternde, sinnliche Kunst verwirklicht, die zu Protest und geistiger Auseinandersetzung anregt. Er verspricht dem großem Publikum ein analoges Life-Kultur-Erlebnis in Echtzeit unter Einhaltung der finanziellen Rahmenbedingungen und mit einem ideelen Anspruch.

Herr Hüsers sagte den Mitgliedern und dem Vorstand des TFV’s dreimal Danke für die praktische Vermittlungsarbeit, für den Dialog und für den Kontakt zur Stadtgesellschaft, zur Region, den wir durch unsere regelmäßigen Theaterbesuche und Rezensionen als “Botschafter des Theaters” leisten. Herr Hüsers warb für die neue Veranstaltungsreihe des Theaters “Die Stunde der Kritik” und freut sich auf unsere kritischen Anregungen.

Er versprach uns, wohl um seine impulsive Art wissend, sich dem Konflikt zu stellen, den Dialog zu führen und zu intensivieren. Seiner Meinung nach ist eine ehrliche, faire, konstruktive Auseinandersetzung für das Theater wertvoll und unverzichtbar.

Herr Hüsers dankte Frau Kaufmann und Herrn Fuchs für die gemeinsame Überzeugungsarbeit bei den Verantwortlichen auf Landesebene. Die neue Profilbildung, die Bandbreite-Vielfalt als Stärke zeigt, und die überregionale Beachtung des Theaters Hagen führten zu der Bewilligung von Fördergelder des Landes NRW, die die finanzielle Situation des Theaters Hagen etwas entspannen wird.

Unsere Kulturdezernentin, Frau Kaufmann wurde ihrer Rolle als chief guest sehr gerecht. Sie blieb zunächst bei den Ehrenamtlichen des TFV, dankte uns und sprach uns ihre Anerkennung dafür aus, dass wir mit Engagement, Begeisterung, Großzügigkeit und genialen Beratungen dafür sorgen, dass dieser besondere Verein, das Theater und die Menschen, die im Theater arbeiten, unverzichtbare Institutionen der Stadt Hagen sind und bleiben. Sie lobte unser stetes Erscheinen im Theater und unsere Website.

Wie alle Redner des Neujahresempfanges dankte auch Frau Kaufmann dem scheidenden Geschäftsführer, Michael Fuchs. Alle bedauerten seine Entscheidung der eigenen Kündigung.

Michael Fuchs hat Großartiges für das Theater Hagen geleistet. Frau Kaufmann begrüßte Dr. Thomas Bauers, der als kommissarischer Geschäftsführer die Übergangszeit gestaltet, bis ein neuer Geschäftsführer gefunden wird.

Frau Kaufmann wertete die personellen Entscheidungen der Stadt Hagen in der Rückschau als gelungen und empfahl Herrn Hüsers eine entsprechende Umsicht bei seinen zu treffenden Personalentscheidungen.

In ihrem Schlusswort bestätigte Frau Kaufmann, dass in dem integrativen Stadtförderkonzept der Stadt Hagen das Theater als unverzichtbarer, integrativer Bestandteil der Stadt Hagen benannt ist.

Zum Ausklang des Neujahresempfanges musizierte Heiko Schäfers seine Hommage an Afrika auf den großen Trommeln und Kongas.Seine ansteckenden Rhythmen sollten als beschwingter Neujahrsgruß und Appell verstanden werden. Das kam an. Herzlichen Dank dafür.

Wir sind dankbar für die guten Botschaften und des näher Kennenlernens und bleiben erwartungsvoll.

Prosit Theater Hagen und TFV 2019 !!!

Ihre Anette König

kontakt@tfv-hagen.de

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