Reise des Theaterfördervereins nach Bremerhaven

Allen Grund zum Strahlen hatten die Freunde des Hagener Theaters und Balletts: Zu einem erlebnisreichen Wochenende waren die rund 50 Kulturbegeisterten am 1. Dezember aufgebrochen, um die bekannte Hansestadt an der Weser kennenzulernen. Knut Fessen, Mitglied des Vorstands des Theaterfördervereins, hatte die Kulturreise nach Bremerhaven so sorgfältig und exzellent geplant und vorbereitet, dass die Teilnehmer sich vollkommen auf das Erleben und Genießen konzentrieren konnten. Und zu erleben und zu genießen gab es in dem gut gefüllten Programm genug, schließlich war das Hauptziel der Reise das Theater der kreisfreien Stadt am Elbe-Weser-Dreieck.
Dort wurde die Reisegruppe gleich am ersten Abend vom Intendanten des Stadttheaters, Lars Tietje, willkommen geheißen und von Dramaturg Torben Selk in die Oper eingeführt, die auf dem Programm stand. Großartige Sänger samt Chor und Kinderchor und ein bestens eingestimmtes Orchester unter GMD Mark Niemann machten Puccinis Oper „Tosca“ auf schlichter Bühne zu einem spannenden Erlebnis.
Dass der eigentliche Anlass für die Reise der Theaterförderer nach Bremerhaven ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Leiter des Hagener Balletts, Alfonso Palencia, war, wurde am zweiten Abend deutlich. Mit großer Freude begrüßte der vor wenigen Jahren nach Bremerhaven gewechselte Spanier die Reisegruppe aus Hagen und betonte, wie wichtig ihm der Besuch der Hagener an seinem neuen Wirkungsort war.
Dass sich der Ballettdirektor inzwischen in der Hansestadt einen Namen gemacht hat, machte der Tanzabend deutlich: „Seelen“ hat er das dreiteilige Programm überschrieben, das er neben Cayetano Soto mit eigenen Werken verantwortet, und das offensichtlich nicht nur die Ballett- und Theaterfreunde aus Hagen begeisterte. Minutenlang applaudierte das Publikum am Ende der Aufführung den zwölf begabten jungen Tänzerinnen und Tänzern, die die Ballettcompanie Antonio Palencias bilden. Dass der Programmplaner einen Austausch mit dem Choreographen vorgesehen hatte, sorgte für einen frohgestimmten Abschluss des Abends im Hotel Liberty direkt am Ufer der Weser.
Zeit für eine ausgedehnte, überaus interessante Rundfahrt durch den gigantischen Hafen der Hansestadt, einen Besuch des Auswandererhauses oder einen Bummel über den stimmungsvollen Weihnachtsmarkt – auch das sorgte neben bestem Essen im traditionsreichen Fischlokal „Natusch“ für dankbare Gäste, die am Sonntagvormittag nach einer bereichernden
Reise in den Norden zufrieden Richtung Hagen zurückfuhren. Dass Knut Fessen sowie die anderen Mitglieder des Vorstandes diese Reise nutzten, um unter den Teilnehmern die Werbetrommel für eine Mitgliedschaft im Förderverein des Theaters und des Balletts zu sorgen, versteht sich von selbst. Schließlich sind es die Mitglieder des Vereins, die alljährlich mit vielen Aktionen das Theater begleiten und vor allem sicherstellen, dass jedes Kind kostenlos eine Aufführung im städtischen Dreispartenhaus besuchen kann.
Margarita Kaufmann